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Manchmal möchte man das Telefon ausschalten...

UPDATE 02.02.2026:

Heute war Betti mit Oszkár beim Tierarzt.
Er wiegt nur 7 Kilogramm. Mit nicht einmal einem Jahr ist das viel zu wenig – ein stilles Zeichen dafür, wie schwer sein Start ins Leben gewesen sein muss.
Seine rechte Hinterpfote trägt die Spuren einer alten, bereits verheilten Verletzung. Sie erzählt von etwas, das er allein durchstehen musste.
Oszkár ist manchmal noch scheu. Und doch sucht er Nähe. Vorsichtig, leise, fast entschuldigend. Als würde er fragen, ob er bleiben darf.
Ein Hautpilz muss nun behandelt werden, die Medikamente hat er bereits bekommen. Jetzt braucht er vor allem eines: Zeit. Ruhe. Geduld. Und Menschen, die ihn nicht wieder loslassen. Oszkár ist noch nicht gesund. Aber er ist angekommen.
Und zum ersten Mal fühlt es sich für ihn ein kleines bisschen nach Zuhause an.

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01.02.2026

Heute Abend kam wieder so ein Anruf. Einer von denen, bei denen einem sofort klar wird: Ignorieren ist keine Option.
Ein Hund läuft auf einer vielbefahrenen Straße herum. Allein. Verloren. In einem kleinen Dorf, etwa 20 Minuten von Nagyatád entfernt. Niemand kennt ihn. Niemand fühlt sich zuständig. Und wieder geht kein Tierheim ans Telefon.
Manchmal verstehen wir Betti so gut, wenn sie sagt, dass sie ihr Handy am liebsten Schritt für Schritt abschalten würde.
Aber dann ist da dieses Lebewesen auf der Straße. Und Wegsehen geht einfach nicht.
Also sind Betti und Zoli losgefahren und haben ihn abgeholt. Weil man einen Hund nicht einfach seinem Schicksal überlässt.
Er ist jung, vielleicht ein Jahr alt. Ein Rüde. Viel zu dünn. Seine Haut ist wund, eines seiner Beine tut ihm weh. Er hat Angst vor Menschen – und doch sucht er Schutz. Er hat gefressen. Er hat getrunken. Und jetzt schläft er.
Solche Momente zerreißen uns und dennoch ist klar: Weil jedes einzelne Leben zählt!
Auch dann, wenn man eigentlich einfach nur das Telefon ausschalten möchte.